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Logistikbranche im Wandel

Nach der Krise: Neue Anforderungen an die Logistik

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Die Logistikbranche steht vor vier neuen Marktrealitäten, die sich auf das Supply-Chain-Management nachhaltig auswirken, beschreibt Dr. Detlef Trefzger, Vorstandsmitglied für Kontraktlogistik und Supply Chain Management der Schenker AG, Essen.

Auf einem der weltweit bedeutendsten Kongresse von Logistikdienstleistern, ging Trefzger in seiner Rede vor mehr als 500 Teilnehmern auf neue Anforderungen an die Logistik im beginnenden wirtschaftlichen Aufschwung ein. Er sagte:

Die Krise hat unsere Realität verändert. Neue, grundlegende Entwicklungen auf der Makro- Meso- und Mikroebene zeichnen sich ab, deren Entstehungen nicht so schnell zu erwarten war. In der Logistik sehen wir vier neue Realitäten, die sich auf die gewohnten Rahmenbedingungen im Supply-Chain-Management nachhaltig auswirken. Für die global operierende Logistikbranche ergeben sich gleichzeitig gute Chancen, davon zu profitieren.

Erstens: Das enorme Erstarken der Neuen Märkte und Schwellenländer, vor allem in China und Indien, auch Vietnam, Brasilien und im Nahen-Mittleren Osten. Nicht nur, dass diese Regionen von der Wirtschaftskrise nicht so stark erfasst wurden. Die wirtschaftliche Erholung findet dort viel schneller statt. Diese Länder werden künftig eine größere Rolle in der Weltwirtschaft spielen und einfordern. Dies bietet ein enormes Wachstumspotenzial für das eigene Geschäft, und ist am Beispiel der Automobilindustrie gut sichtbar. Viele Hersteller verlagern zum Beispiel Teile ihrer Produktion in diese Länder.

Zweitens: Die starken Schwankungen im Welthandel, an den Rohstoffmärkten, in den Produktionskosten oder an den Börsen. Diese vielschichtigen und oftmals zeitgleichen Veränderungen führen zu entsprechenden globalen Wellen bei den Transportströmen, der Transportnachfrage und bei Lagerleistungen. Eine immer kürzere Planbarkeit der Logistikprozesse ist die Folge - mit entsprechenden Konsequenzen für die Logistikbranche. “Nothing is as permanent as change“ wird zur Planungs-Maxime. Wer hier den Anschluss verpasst und sich nicht breit genug und global aufstellt, wird es künftig schwer haben, diese Schwankungen abfedern zu können.

Drittens: Der Trend zum Outsourcing hält nicht nur an, er verstärkt sich. Die Logistikbranche übernimmt für Kunden stetig mehr Aufgaben und entsprechende Verantwortung. Immer mehr Know-how wird nötig, um diese Aufgaben mit der Zielqualität und –Produktivität erfüllen zu können. Der Erfolg hängt stark von qualifizierten Mitarbeitern ab. Gutes Talentmanagement ist einmal mehr gefragt. Nicht zuletzt weil sich mit dem Outsourcing auch Teile des Geschäftsrisikos übertragen.

Viertens: Die starke Nachfrage nach global standardisierten Logistiklösungen. Bekannte Burger-Ketten machen es vor: Weltweit erhält man eine Speise in der immer gleichen Qualität. Wir stellen fest, dass nicht nur Großkunden von Logistikdienstleistern genau dies erwarten. Immer gleich hohe Servicequalität zu liefern wird künftig eine Grundvoraussetzung in der Kontraktlogistik sein. Dies gilt für alle
Standard-, aber vermehrt auch für kundenspezifische Lösungen.

Entscheidungen von gestern sind heute zwar Realität aber morgen bereits überholt. Veränderungen aktiv treiben, Talente und Innovationen nutzen, sowie gleichzeitig Kontinuität in der Leistungserstellung und Qualität beim Kunden realisieren – das sind die neuen Post-Crisis Anforderungen an Logistikdienstleister.

Letzte Aktualisierung: 14.07.2010

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Dr. Detlef Trefzger

Ansprechpartner zum Thema

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DB Schenker

Bernd Weiler

Sprecher Transport und Logistik / International

Bellevuestrasse 3

10785 Berlin

Deutschland

Tel.:  +49 (0) 30 297-54020
Fax:  +49 (0) 30 297-54029

Im Internet

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http://events.eyefortransport.com/3pl/

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